Nalina

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Aufräumen mit Vorstellungen

Ich möchte hier mal mit (christlichen) Sachen aufräumen, die ich eigentlich nie richtig angenommen hab, aber so oft gehört hab, dass ich sie unbewusst doch schon mitvertreten hab

  1. Lange Zeit hab ich gesagt ich wäre bestimmt nicht wegen den Christen Christ. Zwischenzeitlich hatte ich das nochmal aufgegeben, weil ich mir gedacht hab, das ist nicht in Ordnung so von meinem Brüdern und Schwestern zu denken. Aber ich mach so viele Erfahrungen, die eben genau das bestätigen: Ich bin Christ und ich bin es gerne. Aber bestimmt nicht wegen den Christen.
  2. Wunder/Heilung/Prophetie: Ja, ich glaube daran und ich glaube auch, dass es das heute noch gibt. Aber das heißt nicht, dass das was alltägliches ist. Für mich ist sind Wunde wie Heilungen und Prophetien etwas besonderes. Klar spricht Gott zu uns, aber würde er das so häufig machen wie manche Christen ihn zu hören glauben, würde er sich a) permanent widersprechen und b) würde uns unsere Selbstständigkeit nehmen. Gott will ja gerade, dass wir unseren freien Willen haben, selbst überlegen was gut ist statt sich das von ihm alles sagen zu lassen. Ich würde mir was das angeht auch einen verantwortungsvolleren Umgang von einigen Christen wünschen.
  3. Man darf andere nur in dem Maße kritisieren, indem man sie lieb hat oder sogar liebt. Und liebt nicht im Sinne von vielen Christen, sondern wirklich in dem Sinne, dass der andere einem fehlen würde, wäre er weg, in dem Sinne, dass der andere einem einer der wichtigsten Menschen auf der Welt ist. (Außerdem benutze ich das Wort fast nie im platonischen Sinne )
  4. Privatsphäre: Nur weil man für jemanden verantwortlich ist (ein Pastor z.B.) oder weil man die Pflicht hat auf seine Brüder und Schwester zu achten, hat man noch lange nicht das Recht ihre Privatsphäre zu verletzen. Das schließt so Dinge an wie dass es den Pastor nichts angeht wann, ob und mit wem jemand Sex hat, das schließ mit ein, dass man seine Nase nicht in Sachen zu stecken hat, mit denen man nix zu tun hat. Die andere Seite ist die, dass man auf seine Privatsphäre bestehen sollte und muss! D.h. für mich nicht bei öffentlichen Gebetstreffen wie zum Beispiel im Gottesdienst sehr persönliche Sachen beten und auch ruhig zu sagen "Das geht dich nix an.". 
  5. Nicht jeder, der anderer Meinung ist als ich, hat meinen Standpunkt nicht verstanden. Er hat vielleicht einfach einen anderen. Und wenn man dann seinen Standpunkt dem anderen noch 10 mal erklärt, wird dieser den genauso wenig annehmen.
  6. Mission: Angestoßen durch Gedanken eines Dozenten an der Universität hat sich mein Missionsverständnis auch wieder gefestigt. a) Mission fängt vor der eigenen Haustür an. Es ist sogar so, dass umso mehr Rückschläge das Christentum im eigenen Land hat, desto mehr Missionare werden in andere Länder geschickt. (Das ist genau andersrum wie beim Fußball, wo man ja einen Heimsieg erlangen muss ). b) Oft ist weniger mehr. Es bringt nicht jemandem vollzulabern. Zum einen geht das Thema anderen dann schnell auf die Nerven und zum anderen ist das einfach unfreundlich. Da wären wir auch schon beim nächsten Punkt: c) Der Zweck heiligt nicht die Mittel! Man kann auch im Sinne der Mission nicht anderen einfach angreifen und nehmen, was ihnen lieb und heilig ist. Damit verletzt man Menschen und das würde Gott nicht tun. d) Mission ist nicht für unser Ego da. Daher halte ich nichts von Kurzmissionseinsätzen. Denn was passiert dann mit den Leuten? Da kommen Leute ein paar Tage, erzählen den anderen was über Jesus, und dann? Mission muss von den Christen vor Ort kommen. Außerdem: Von wem nimmt man Dinge an? Von Unbekannten oder von Freunden? Wohl eher von Freunden.

Liebe Grüße,
Nalina

14.2.09 21:34

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Daniel Witte / Website (19.3.09 17:36)
das christentum ist im grunde gar nicht so schlecht nur was die kirche daraus macht ist es. sich seit jahrhunderten kaum weiterentwickeln und sich dann wundern, dass die kirche ausstirbt...

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