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Free Hugs - Kostenlose Umarmungen

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Diese Aktion kann man verachten, lächerlich oder kindisch finden, lieben, neugierig aus der Ferne betrachten, aber sie zu ignorieren ist schwer. Wie würdest du reagieren wenn du in deiner Stadt auf einmal eine Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einem Plakat "Free Hugs - Kostenlose Umarmungen" begegnen würdest? Würdest du das Angebot annehmen? Sie auslachen? Unsicher Abstand halten und erst mal beobachten? Ignorieren? Dich ihnen gleich anschließen?

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es alle diese Reaktionen gibt. Die allermeisten wissen ersteinmal gar nicht was das ist und nicht selten taucht die Frage auf "Wofür macht ihr das?" und "Was ist der Sinn davon?". Da spürt man wie viel Misstrauen herrscht und wie präsent die Angst ist, dass es nicht ernst gemeint ist und einem nur der Geldbeutel geklaut wird.

Und doch gibt es viele, die über ihren Schatten springen und sich gerne herzlich umarmen lassen. Egal welchen Alters und Geschlechts, egal aus welchem Land. Wobei es bei dem Punkt schon Tendenzen gibt. Aber egal wer das ist, es tut gut die Freude in den Gesichtern der Leute zu sehen. Auch wenn es manchmal nur ein kurzes, zartes Lächeln ist. Das ist das größte Geschenk, was man bekommen kann.

Das erste Mal hab ich "Free Hugs" auf dem europäischen Taizé-Jugendtreffen in Zargreb erlebt. Die jungen Portugiesen fielen direkt auf: immer singend unterwegs, mit Gitarren und einem Riesentransparent, Lebensfreude und gute Laune ihr steter Begleiter. Da ich damit erst einmal gar nix anfangen konnte, hab ich erst mal zugeguckt und beobachtet... am nächsten Tag war mir die Aktion dann schon einfach nur noch sympathisch und da konnte ich auch mitmachen.

Seitdem hab ich immer welche gesucht, die das mit mir machen, die verrückt genug sind, die den Mut dazu aufbringen und die dahinter stehen. Gott sei Dank hab ich diese Leute gefunden und ich hoffe es wird noch oft Free Hugs geben. Hier ein Anfang:

1. Köln (CWN) 29. April 2007